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Isla Margarita

(Kleine Antillen)


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Nur 40 km vom Festland entfernt und mit einer Länge von 32 km und einer Breite von 67 km ist die Isla Margarita mit einer Fläche von 920 qkm Venezuelas größte Insel. Sie ist eine Insel der Kleinen Antillen und gehört zu den Inseln unter dem Wind (Winward Island).
Der Legende nach ist sie aus der Träne eines Engels entstanden. In Wahrheit hat sich Isla Margarita aus zwei nahe beieinander liegenden Inseln gebildet die sich im Laufe der Zeit durch eine Sandbank miteinander verbunden haben. Der im Westen liegende Inselteil heißt Macanao, ist wüstenartig und so gut wie unbewohnt. Der im Osten liegende Inselteil ist die eigentliche Isla Margarita. Hier konzentriert sich auch fast die gesamte Bevölkerung.
Die Insel gehört zu Venezuelas Bundesstaat Nueva Esparta, mit der Hauptstadt La Asunción. Größte Stadt ist allerdings Porlamar.
Christoph Kolumbus entdeckte die Insel im August 1498 während seiner dritten Amerikareise. Bewohnt wurde sie in dieser Zeit von Kariben und Arawaks, aber es dauerte allerdings nicht lange bis man sie ausgerottet hatte.
Heute ist die Isla Margarita ein Urlaubs- und Reiseziel in der Südkaribik. Nicht nur für Ausländer aus aller Welt sondern auch für die Venezuelaner selbst, die die herrlichen Sandstrände und die vielen Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung zu schätzen wissen. Da Isla Margaria eine Freihandelsinsel ist können sie einen Wochenendurlaub z.B. mit einem Einkaufsbummel in Porlamar verbinden.
Die Bewohner der Insel sind sehr stark vom Festland geprägt. Der südamerikanische Mentalität begegnet man hier allenthalben. Städte wie Porlamar könnten sich aber auch irgendwo in Venezuela befinden.
Für Wassersportfreunde und Sonnenanbeter hat Margarita eine ganze Menge zu bieten. Dutzende von Strände, einer schöner als der andere, sind um die Insel verteilt. Die meisten im nördlichen und östlichen Teil der Insel. An diesen Stränden kann man das ganze Karibikfeeling genießen und ausleben.
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Nordwestlich von Porlamar, im Tal El Valle del Espiritu Santo, befindet sich eine Wallfahrtskirche in der das Inselheiligtum und die Schutzpatronin der Insel "Virgen del Valle" (Jungfrau des Tales) aufbewahrt und verehrt wird.
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Das Gnadenbild der Jungfrau Maria, eine reich verzierte Holzfigur mit einem kostbaren Umhang, befindet sich in einer verglasten Wandnische über dem Hauptaltar. Ihre Verehrung begann um 1580 als man ihr zusprach Gebrechen heilen und Gefahren abwenden zu können.
Papst Johannes XXIII hat der Kirche bei seinem Besuch den Basilika-Status zuerkannt. Der Mamorstuhl, auf dem er gesessen hat wird, wie man sieht, in allen Ehren gehalten.
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Der Ort El Valle, der um 1600 die Hauptstadt der Insel war, ist der Geburtsort des Freiheitskämpfers General Santiago Mariño (1788-1854). Ihm zu Ehren hat man nahe der Wallfahrtskirche ein Museum mit Zeugnissen der damaligen Zeit eingerichtet.
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Ein sehr schön gestalteter Innenhof der zum Verweilen einläd.
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Weiter gehts zur größten Stadt der Insel, nach Porlamar. Sie wurde 1536 gegründet und hat heute ca. 150.000 Einwohner.
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Die Stadt Porlamar wird als das Handelszentrum der Insel Margarita angesehen. Nahezu der gesamte Güterumschlag der Insel wird über den internationalen Freihafen abgewickelt.
Porlamar ist eine typisch südamerikanische Stadt die den Vergleich mit großen Festlandstädten nicht zu scheuen braucht. Es gibt neben großen Einkaufszentren eine Menge exklusiver Boutiken die Waren aller weltbekannten Markenhersteller anbieten. Nicht nur für Urlauber ist das Angebot interessant sondern auch für die vom Festland herüberkommenden Venezuelaner. Denn, wie schon gesagt, Isla Margarita ist eine Freihandelszone.
Wir haben uns, wie die meisten Touristen, im Bereich der Haupteinkaufsstraße Avenida Santiago Marino aufgehalten. Hier ging es recht lebhaft zu. Zumal sich neben den Geschäften am Straßenrand noch Einheimische mit ihren Verkaufsständen aufgestellt hatten. Sie boten die übliche Touristenware an.
Wir haben uns alles angesehen und bewundert, uns in eine Eisdiele gesetzt, ein großes Eis gegessen und das Stadtleben von Porlamar beobachtet.
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Die Fotos unten sind bei der Weiterfahrt nach La Asunción in der Vorstadt von Porlamar entstanden. Sie zeigen das Dilemma auch dieser Region. Im Hintergrund modernste Hochhausbauten für die Reichen und im Vordergrund die eher ärmlichen Lebensumstände der übrigen Bevölkerung.
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La Asunción ist mit 15.000 Einwohnern die Hauptstadt der Insel und des Bundesstaates Nueva Esparta. Von einer Stadt kann man nicht sprechen, es ist wohl mehr ein besseres Dorf. Es ist im Tal von Santa Lucia im Jahr 1565 zum Schutz vor Piraten angelegt worden.
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Rund um den baumbestandenen, schön angelegten Plaza Bolívar ist eine Fußgängerzone eingerichtet worden, die heute das Zentrum der Stadt ist. Hier steht auch die Kirche Nuestra Señora de la Asunción die im Jahre 1621 eingeweiht wurde. Sie gehört zu den ältesten Gotteshäusern Venezuelas. Seit der Einweihung wurden keine nennenswerten Veränderungen oder Renovierungen an dem Gebäude durchgeführt. Wie man auch unschwer erkennen kann.
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Auf einer Anhöhe befindet sich das Castillo de Santa Rosa. Es ist zum Schutz der Stadt vor Piratenangriffen erbaut worden. In den Ausstellungsräumen der Festung sind Rüstungen, Waffen und Uniformen zu sehen. Man kann aber auch die Verliese besichtigen, in denen die Gefangenen hausen mussten. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die grüne Kleinstadtidylle von La Asunción und der umliegenden Bergwelt.
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Auf der Rückfahrt zum Hafen noch ein Fotostop an einem der besten Hotels von Isla Margarita. In diesem Hotel wird alles geboten was das Herz begehrt, einschließlich gepflegtem Golfplatz. Es liegt zwar ziemlich Abseits hat dafür aber im Umfeld eine grandiosen Bergwelt und weiße, fast menschenleeren Strände.
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Im Hafen von Isla Margarita lag die Aidavita auf Reede also nicht am Kai vertäut. Gelbe Tenderboote, die im Notfall Rettungsboote sind, übernahmen das völlig unproblematische Aus- und Einschiffen der Passagiere.
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