Mala Strana (Kleinseite), Hradschin (Prager Burg)

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Der Tag fing nicht gut an. Es regnete. Ausgerechnet heute wollten wir auf der Kleinseitener Seite den 320 m hohen Laurenziberg (Petrin Hügel) besteigen, ein Aussichtsberg mit schönen Spazierwegen und wunderbaren Ausblicken auf Prag und die Moldau und anschließend die Prager Burg besuchen.
Wir haben die Regenschirme ausgepackt und sind losmarschiert.
Am nordwestlichen Ende des Wenzelplatzes ging es links herum und über die Narodni Straße bis zur Most Legii (Brücke der Legionen) von der aus man die südliche Seite der Karlsbrücke betrachten kann.
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Am Ende der Narodni Straße, direkt am Moldau-Ufer, steht das wuchtige Nationaltheater von Prag. Gleich gegenüber befindet sich die Most Legii (Brücke der Legionen).
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Wegen des schlechten Wetters sind wir den Laurenziberg nicht hinauf gewandert sondern sind mit der Standseilbahn hinauf gefahren, was nur ein paar Minuten dauert. Von da aus ist es nicht weit bis zum 60 m hohen Prager Eiffelturm, einer Miniaturausgabe des Pariser Eiffelturms. Wir wollten hinauf um einen tollen Rundumblick über die Gegend zu haben. Da wir aber schon vor der Öffnungszeit von 10:00 Uhr da waren und wir wegen dem schlechten Wetter nicht warten wollten (bei Nieselregen sieht man sowieso nicht viel) haben wir ihn nur von außen bewundert.
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Ein Weg führt zum Kloster Strahov. Es ist das zweitälteste Kloster Prags aus dem Jahre 1143.
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Die Türme der Abteikirche Mariä Himmelfahrt sind weithin sichtbar.
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Die Obstwiesen unterhalb des Klosters sind Orte der Ruhe und der 2 km lange Wanderweg des Laurenziberges bieten immer wieder grandiose Blicke auf die Stadt.
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Foto unten rechts: Das Palais Lobkowicz stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es liegt im Stadtteil Kleinseite auf dem Laurenziberg. Seit 1974 ist es Sitz der Deutschen Botschaft Prag.
1989 bot das Palais Unterschlupf für mehrere tausend DDR-Flüchtlinge und schrieb so deutsche Geschichte. "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise möglich geworden ist." Mit diesen Worten verkündete der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher den Flüchtlingen ihre Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland.
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Foto unten links von der Burgrampe aus: die recht steile Nerudagasse gehört mit den Barock- und Rokokofassaden der Häuser zu den schönsten Gassen im Kleinseitener Stadtteil.
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Hat man die Burgrampe überwunden so steht man auf dem Hradschiner Platz. Dieser Vorplatz zur Burg ist von stattlichen Gebäuden umgeben. Eines dieser Gebäude ist das Palais Schwarzenberg, welches durch seine ungewöhnlichen Sgraffito-Malereien auffällt (Sgraffito-Malerei ist eine Kratztechnik auf mehrfarbigen Putzunterlagen an Hauswänden).
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Ein anderes imposantes Gebäude ist das Erzbischöfliche Palais.
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Die Prager Burg ist das älteste Wahrzeichen der Stadt, ein nationales Kulturdenkmal und die größte mittelalterliche Burganlage weltweit.
Seit ihrer Entstehung im 9. Jahrhundert entwickelte sie sich ununterbrochen und wurde von den verschiedensten Baustilen geprägt. Heute stellt sie ein monumentales Ensemble von Palästen, Verwaltungs- und Kirchenbauten, Wehranlagen und Wohngebäuden aus allen Baustilepochen dar.
Der Eingang der Burg ist mit Statuen kämpfender Titanen geschmückt.
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Hat man das von den kämpfenden Titanen flankierte, schmiedeeiserne Eingangstor durchschritten so steht im ersten Burghof den man auch den Ehrenhof nennt. Hier findet täglich um 12:00 die große Wachablösung statt. Ein Spektakel für alle Besucher der Burg.
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Vom ersten Burghof aus gelangt man durch das Matthiastor in den zweiten Burghof. Hier fallen vor allem der Sandsteinbrunnen und die Heilig-Kreuz-Kapelle auf.
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Der größte Teil des dritten Innenhofs wird vom St.-Veits-Dom eingenommen. Im 14. Jahrhundert wurde auf Veranlassung von Karl IV. mit dem Bau des Domes, einer dreischiffigen Basilika, begonnen. Es sollte allerdings 600 Jahre dauern bis der Bau vollendet war.
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Unscheinbar, an der Südseite des Domes befindet sich das Goldene Tor.
Die kunstvolle Gestaltung der Mosaikbilder oberhalb des Goldenen Tores zeigt Darstellungen des Jüngsten Gerichts.
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Reiterstatue des Heiligen Georg im dritten Burghof vor der Fassade des alten Königpalastes.
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Foto unten links: das ehemalige St. Georg Kloster. Heute sind hier Teile des Nationalmuseums ausgestellt.
Foto unten rechts: die St.-Georgs-Basilika befindet sich ebenfalls auf dem dritten Burghof. Sie stammt aus der Zeit um 900 und ist eines der ältesten Gebäude der Prager Burg.
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Das Goldene Gässchen aus dem 16. Jahrhundert war leider wegen Restaurierungsarbeiten gesperrt. Für Besucher gehört der malerische Straßenzug mit rund einem Dutzend Häuser zum Standardprogramm. Im Mai 2011 soll es eine Neueröffnung geben.


In die Schlossgärten verirren sich nur wenige Besucher.
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Die wunderschön angelegten Gärten sind Orte der Ruhe und Besinnlichkeit.
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Die Alte Schlossstiege führt vom Schloss zurück zur Kleinseite.
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