Ausflug nach Port d'Andratx, Es Grau, Banyalbufar,
La Granja, Valldemossa

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Heute haben wir uns zu einem Busausflug entlang der steilen Felsenküste im Westen von Mallorca entschlossen. Unser erster Stop war Port d'Andratx. Von hier aus beginnt die serpentinenreiche und zugleich malerische Küstenstraße.
Panorama
Port d'Andratx ist einer der schönste Yachthäfen der Insel. Zahlreiche Segelschiffe und Motoryachten der oberen Preisklasse kann man hier bestaunen. Kein Wunder, haben sich doch viele der Reichen und Schönen auf den umliegenden Hügeln ihr Feriendomizil oder ihre Zweitwohnung gebaut. Auch wenn man nicht dazu gehört, kann man, bei einem Spaziergang entlang der Hafenpromenade, die mediterrane Stimmung dieses Hafens genießen.
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Einen Strand sucht man hier vergeblich, das ist sicherlich auch der Grund dafür warum Port Andratx kein klassischer Urlaubsort geworden ist.
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Weiter geht es auf der C-710 Richtung Estellencs bis zum Parkplatz am Restaurant "Es Grau".
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Direkt neben dem Parkplatz kommt man über eine Treppe zu einem Aussichtspunkt von dem man einen wunderschönen Blick über die Steilküste und das Meer genießen kann.
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1144 Kurz vor Banyalbufar steht auf einem vorspringenden Felsen der Talaia de Ses Animes, einer der älteste Wachtürme Mallorcas. Er stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehört zu einem Warnsystem von 85 Türmen die alle in Sichtweite auseinander lagen und mit Wachmannschaften besetzt waren. Diese Wachmannschaften hatten die Aufgabe frühzeitig vom Meer aus angreifende Feinde zu erkennen und die Inselbewohner zu warnen.

Banyalbufar liegt an einem Berghang des Tramuntana-Gebirges. Charakteristisch für diesen Ort sind seine, landwirtschaftlich genutzten, terrassenförmigen Anlagen, die man "Bancales" nennt. Die aus Feldsteinen gebauten Trockenmauern bremsen das abfließende Regenwasser und zahlreichen Wasserbecken fangen überschüssiges Regenwasser auf. Mit diesem Wasser werden die einzelnen Terrassen, die über Wasserleitungen mit den Wasserbecken verbunden sind, in Trockenzeiten bewässert.
Die Mauren haben diese Art der Bewässerung, die schon lange vorher von den Phöniziern eingeführt worden war, kultiviert und zum Weinanbau genutzt. Heute werden auf den Terrassen hauptsächlich Gemüse, Getreide, Obst und vor allem Tomaten angepflanzt.
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Nur 15 km von Palma entfernt liegt eine der bekanntesten Touristenattraktionen Mallorcas: das Landgut La Granja.
Auf dem wegen seiner Quelle schon von den Römern und Arabern genutzte Gelände ist nach einer wechselvollen Geschichte im 13.Jahrhundert ein Kloster gebaut worden. Nachdem die Mönche nach 200 Jahren in ein Kloster nach Palma gezogen sind, wurde vom neuen Besitzer das Anwesen im 15. Jahrhundert zu einem feudaler Herrensitz umgestaltet. Die Besitzer wechselten mehrmals bis der heutige Besitzer das Anwesen 1980 erwarb und damit anfing das Landgut in eine Art Freilichtmuseum umzugestalten. Das Foto unten zeigt eine Lithografie aus dem Museum.
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Das Foto unten zeigt im 1. Stock des Herrenhauses eine große Terrasse mit Blick auf den Innenhof des Anwesens. Diese Etage wurde von der herrschaftlichen Familie bewohnt.
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Die Terrasse auf der anderen Seite des Gebäudes mit Blick auf die Gartenanlage mit Springbrunnen und Wasserfällen.
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In La Granja bekommt man einen Einblick in die alten mallorquinischen Traditionen und Lebensweisen. Ein Rundgang durch das Haupthaus, in dem das Volkskundemuseum untergebracht ist, zeigt exemplarisch, wie sich das Leben in einem Anwesen gestaltete in dem die Bewohner einst völlig autark lebten.
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Auf den Fotos oben sieht man eine komplett eingerichtete Küche und einen Salon der des Herrenhauses. Die Fotos unten zeigen ein Arztzimmer und eine Schuhmacherei.
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Auf dem Landgut stellte man alles selbst her, so wie es auf den feudalen Gutshöfen früher üblich war. Es wurde alles produziert was man zum Leben brauchte. Tierzucht und Landwirtschaft sicherte die Nahrung. Auch die Getränke wurden selbst hergestellt. Handwerke wie z. B. Schuhmacherei, Schreinerei, Schlosserei waren vorhanden. Natürlich wurde der Wein (Foto links unten) und auch das Olivenöl (Foto rechts unten) ebenfalls selbst hergestellt.
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Das Bergstädtchen Valldemossa (Foto links unten).
Eine zusammenhängende, gepflegte Anlage aus dem 17./18. Jahrhundert bilden Kartause, Klosterkirche und Garten (Foto unten rechts).
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Hätte Frédéric Chopin mit seiner Geliebten George Sand nicht im Jahr 1838/39 im Kartäuserkloster von Valldemossa überwintert, wäre dieser Ort nicht mal halb so bekannt wie er heute ist. Jedes Jahr sollen mehr als 100.000 Besucher das Kartäuserkloster La Cartuja besuchen um die Klosterzelle, in denen das Liebespaar gewohnt hat, zu besichtigen. Die Schriftstellerin Georg Sand schrieb hier den für die Mallorquiner wenig schmeichelhaften Roman "Ein Winter auf Mallorca" und Fréderic Chopin komponierte in der Kartäuserzelle u. a. die "Regentropfen-Prelude".
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Vor den Räumen der Kartause befindet sich eine große bepflanzte Terrasse von der man einen weiten Blick über Terrassengärten hinweg auf die umliegende Bergwelt hat.
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Die Fotos unten zeigen ein paar zu Museumsräumen hergerichtete Klosterzellen.
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Eine der spartanisch-einfach eingerichteten Klosterzellen wie sie von den Klosterbrüdern bewohnt wurde (Foto unten links).
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Das Foto unten zeigt in der Zelle Nr. 4 das Heiligtum des Museums. Es ist das Klavier von Frédéric Chopin.
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Eine weitere Sehenswürdigkeit Valldemossas ist das Kulturzentrum Costa Nord. Es befindet sich in einer ehemaligen Residenz und geht auf eine Initiative des Schauspielers Michael Douglas zurück. Die Besichtigung umfasst zwei Teile: einen von Michael Douglas moderierten 15minütigen Dokumentarfilm über diesen Teil der Insel und zum Zweiten eine Nachbildung der Kapitänskajüte auf der Nixe. Das Schiff gehörte Erzherzog Luis Salvador, dem es so gut auf Mallorca gefiel, dass er hier ein riesiges Grundstück erwarb, ein Anwesen baute und lange Zeit hier lebte.
Vor der Besichtigung des Kulturzentrums führte eine Laiengruppe zu alter Musik mallorquinische Volkstänze vor.
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