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Terroranschlag in London

Es ist der 8. Juli 2005 und der letzte Tag unseres Aufenthalts in London. Wir wollten unseren Londonbesuch in aller Ruhe und ohne Hektik mit einem Stadtbummel beenden. Wir sind mit dem Big Bus von der Victoria Station aus zur Marylebone Road gefahren und an der Haltestelle No.32 ausgestiegen, um das Wachsfigurenkabinett der Madame Tussaud zu besichtigen.
Wir wunderten uns, daß sich plötzlich dutzende von Polizeiautos mit Blaulicht und Sirenen einen Weg durch den dichten Verkehr bahnten. Und das in beiden Richtungen. Es war etwa 10 Uhr und Rushhour Time. Da wir keine Informationen hatten sind wir von einem oder mehreren Unfällen ausgegangen.
Wie wir später erfahren haben ist nur ein paar hundert Meter von uns entfernt, in der Edgware Road Station in einer U-Bahn eine von Terroristen gezündete Bombe explodiert. Des weiteren sind Attentate am Woburn Place auf einen Bus und an der King's Cross Station sowie an der Liverpool Street Station auf weitere U-Bahnen verübt worden.
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Etwa 15 min. später sind wir bis zum Piccadilly Circus weitergefahren und ausgestiegen. Hier wurde es plötzlich ganz still. Schlagartig fuhren keine Busse und keine U-Bahnen mehr. Überall Polizei und Sicherheitskräfte. Die U-Bahn - Haltestellen wurden geräumt und abgesperrt. Alle Busse in, von und nach London erhielten Fahrverbot. Man hatte den Eindruck die Stadt hält den Atem an. Die Menschen telefonierten über Handy und machten einen hilflosen Eindruck.
Vor einem Elektronikgeschäft eine große Menschentraube. Ein Fernsehgerät lief und CNN berichtete life von einem Terroranschlag. Das Telefonnetz brach zusammen und auch wir konnten zeitweise nicht nach Deutschland telefonieren.
Wir sind vom Piccadilly Circus zu Fuß über den Trafalgar Square und der Whitehall bis zum Parliament Square gelaufen. Von hier aus über die Victoria Street bis zu unserem Hotel nahe der Victoria Station. Wir haben unser Gepäck abgeholt und sind zur Busstation gegangen.
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An der Busstation der Victoria Station standen die leeren Busse. Die Fahrer wußten nicht wann sie wieder fahren durften. Wir haben mit zwei jungen Engländerinnen eine Fahrgemeinschaft gegründet, ein Taxi angeheuert und uns mit viel Stop and Go zum Airport Stansted bringen lassen. Unser Flieger hob mit wenig Verspätung Richtung Deutschland ab.

Wir nehmen Anteil am Schicksal der durch einen hinterhältigen Terroranschlag getöteten oder verletzten Menschen und ihren Angehörigen.
Wir hoffen, daß die Wunden heilen und bald wieder Alltag in London und bei den Menschen einkehrt.