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| Der liebenswerteste Teil der Kölner Altstadt |
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Der Alter Markt ist Dreh- und Angelpunkt und damit das Herz der Kölner Altstadt. Der geschichtsträchtige Platz war zur Römerzeit ein Hafen der versandete und daraufhin aufgeschüttet wurde um Platz für die Stadterweiterung zu erhalten. Im Mittelalter wurde er als Turnier- Richt- und Prangerplatz benutzt ehe er danach zum zentralen Marktplatz Kölns wurde. Seinen Marktplatzstatus hat er mittlerweile eingebüßt. Heute wird er von den Kölnern und den Kölnbesuchern vor allem wegen seinen vielen Kneipen, Cafés und Restaurants geschätzt. Auf dem Alter Markt wird traditionell am 11.11. um 11:11 die Kölner Karnevalsession eröffnet und an Weiberfastnacht offiziell der Straßenkarneval eingeläutet. |
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In der Mitte des Alter Marktes steht der Jan-von-Werth-Brunnen aus dem Jahr 1884. Die Legende erzählt, dass Jan von Wert sich in eine Magd mit Namen Griet verliebte aber abgewiesen wurde. Aus Liebeskummer soll er dann als Landsknecht in den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) gezogen sein um schließlich als siegreicher Reitergeneral nach Köln zurückzukehren. |
| Die Westseite des Alter Marktes wird vom Rathaus bzw. vom Rathausturm dominiert. Schmale Giebelhäuser begrenzen den Platz im Osten. In den meisten dieser Häuser sind Gastronomiebetriebe untergebracht die im Sommer dem Alter Markt mit Außengastronomie ein atmosphärenreiches Ambiente verschaffen und ein großes Angebot an Entspannungmöglichkeiten bieten. |
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Um das Jahr 1400 wurden die Kölner Patrizier von den Kaufleuten und Handwerken entmachtet. Es wurden 22 Gaffeln,
so zum Beispiel die Gaffel der Schmiede, der Schuster, der Brauer u.s.w., gegründet, deren Zunftbriefe im Gaffelhaus
am Alten Markt aufbewahrt wurden. Seit 1987 gibt es im Erdgeschoss ein Ausschank der Gaffelbrauerei (Foto oben links). |
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Gleich nebenan: der Kallendresser am Haus Nr.24 hält seinen Betrachtern am Boden "de bläcke Fott" hin. Es gibt mehrere Deutungen über den Sinn der Figur des Kallendressers. Eine, die amüsanteste Version, zielt auf die sanitären Verhältnisse im Mittelalter ab. Die Häuser zur damaligen Zeit hatten nur eine Toilette auf dem Hof. Wenn nun einem unter dem Dach wohnenden faulen Zeitgenossen der Darm drückte, ihm der Weg nach unten aber zu weit war, dann soll er - na, was wohl? - kurzerhand "in d'r Daachkall (Dachrinne) jedr....." haben. |
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Blickt man vom Alter Markt aus auf den Rathausturm, erkennt man unterhalb des Ziffernblattes der Turmuhr eine bemalte Fratze, die permanent ihre Zunge herausstreckt. Es ist der Platzjabbeck. Die Figur ist um 1445 entstanden und ist Symbol für das Selbstbewusstsein mit dem die Kölner Bürger der städtischen Obrigkeit gegenübertreten. Ursprünglich unbeweglich, streckte der Platzjabbeck seit dem Jahr 1913 jede Stunde einmal die Zunge heraus. Neuerdings streckt er sie immer heraus was wohl für das gestiegene Selbstbewusstsein der Kölner Bürger spricht. |
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Wer kennt es nicht, das Lied: 'Heimwih noh Kölle' mit dem Schlussvers 'Ich möch zo Foß no Kölle jonn'. Nicht umsonst ist mitten im Martinsviertel 1939 dem unvergessenen Volkssänger Willy Ostermann (1876-1936) ein Brunnen gewidmet worden. Die Figuren des Brunnens erzählen von den in seinen Liedern besungenen Menschen. |
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| Wenn auch viele der alten Gebäude im Krieg zerstört wurden, der mittelalterliche Straßenverlauf ist in der Altstadt weitgehend erhalten geblieben. Auch die historischen Namen der Straßen und Plätze weisen auf ihre frühere Bedeutung hin. wie z.B. die Salzgasse (Foto unten links) oder der Buttermarkt, die Lintgasse oder der Fischmarkt. |
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Überquert man den den Roncalliplatz an der Südseite des Domes so gelangt man nach wenigen Schritten zu einem der
ältesten und schönsten Brunnen Kölns, dem Heinzelmännchenbrunnen. Vor wenigen Jahren aufwendig restauriert, ist er
heute, mit viel Blumenschmuck verschönert, eine Augenweide für jeden Betrachter. Die Geschichte des Brunnens erzählt dass die Kölner in früherer Zeit nur auf der faulen Haut lagen und ihre Arbeit über Nacht von fleißigen Heinzelmännchen erledigt wurde. Das Ende dieses paradiesischen Zustandes kam durch ein neugieriges Schneidersweib das die Heinzelmännchen heimlich bei der Arbeit beobachten wollte. Sie streute Erbsen auf die Treppe damit die Heinzelmännchen ausrutschten und sie so durch die Geräusche alarmiert wurde. Es kam wie es kommen sollte: die Heinzelmännchen kamen, rutschten auf den Erbsen aus und fielen die Treppe hinunter. Fluchtartig verließen sie daraufhin Köln und wurden nicht mehr gesehen. Die Kölner aber mussten nun, wie alle anderen Menschen auf der Welt auch, wieder richtig arbeiten. Fazit der Geschichte: wenn das Schneidersweib nicht so neugierig gewesen wäre könnten alle Kölner auch heute noch am Rheinpark auf der faulen Haut liegen und das herrliche Wetter genießen (z.Z. 26 Grad und strahlend blauer Himmel). Pech gehabt. |
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Foto oben Mitte: der schöne, üppig mit Blumen dekorierte Heinzelmännchenbrunnen. Im Hintergrund das Brauhaus Früh
am Dom. Foto oben rechts: Die Schneidersfrau die mit ihrer Neugier die Heinzelmännchen aus Köln vertrieben hat. |
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Das Brauhaus Früh am Dom, vor über 100 Jahren gegründet, ist eines der ältesten Brauhäuser in Köln und gilt als
Inbegriff Kölscher Gemütlichkeit. Über 1000 Gäste finden hier Platz und können ein leckeres, frisch gezapftes
Frühkölsch vom Fass trinken. Auch für den Hunger zwischendurch gibt es typisch Kölsches: Kölsche Kaviar,
Himmel un Äd bis hin zum Halven Hahn. Halve Hahn (Halber Hahn): beim Halven Hahn handelt es sich um ein Röggelchen (Roggenbrötchen) mit einer dicken Scheibe Holländer Käse (Gauda). Eine ordentliche Portion Mostard (Senf) gehört unbedingt dazu. Kölsche Kaviar: beim Kölschem Kaviar handelt es sich um ein Stück Flöns oder Blotwoosch (Blutwurst) mit einem Röggelchen (Roggenbrötchen) und natürlich jet Öllich (Zwiebelringe) und Mostard (Senf). Himmel un Äd: Unter Himmel un Äd (Himmel und Erde) versteht man Stampfkartoffel mit Apfelmus untereinander. Mit Öllich (Zwiebelringen) und dicken Blotwooschscheiben (Blutwurstscheiben) wird das Ganze garniert. -- Trinken sollte man zu allen drei Gerichten tunlichst Kölsch. -- |
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| Vor fast 300 Jahren gründete 1709 Johann Maria Farina die erste Parfumfabrik der Welt. Er nannte sein Duftwässerchen "Eau de Cologne" (Kölnisch Wasser) und machte damit Köln als Duftstadt im 18. Jahrhundert weltberühmt. Das Geburtshaus des EAU DE COLOGNE steht an der Strasse Obenmarspforten 21. |
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| Der Gürzenich (Fotos unten), Kölns gute Stube, ist eine in den Jahren 1441 bis 1447 auf dem Grundstück der Namensgeber-Familie Gürzenich erbaute Festhalle in der Altstadt Kölns. Über Köln hinaus bekannt geworden ist der Gürzenich durch die Fernsehübertragungen von Sitzungen der Kölner Karnevalsvereine. Auch das Gürzenich-Orchester, welches mittlerweile in der Kölner Philharmonie beheimatet ist, verweist auf den Gürzenich als Fest- und Veranstaltungssaal. |
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Foto unten:
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| Das Hänneschen - Theater am Eisenmarkt ist ein Stockpuppentheater und Deutschlands älteste Puppenbühne. Das Theater wurde 1802 von Johann Christoph Winters gegründet und genießt bis heute eine ungebrochene Beliebtheit. Hier entstanden auch die Kultfiguren Tünnes und Schäl oder et Hänneschen und et Bärbelchen. |
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Im Jahr 1992, noch zu seinen Lebzeiten, hat man dem Kölschen Original und Ehrenbürger der Stadt Köln - Willy
Millowitsch - am Eisenmarkt in der Kölner Altstadt ein Denkmal errichtet. (Als Kölsches Original bezeichnet man stadtbekannte Personen, die durch besondere Fähigkeiten, Fehler oder Schwächen nachhaltig in aller Munde waren.) |
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Bei Tünnes und Schäl handelt es sich um zwei rein fiktive Figuren die Anfang des 19. Jahrhunderts
vom Gründer des Hänneschen - Puppentheaters erdacht worden sind. Es sind die wohl populärsten Gestalten der Stadt und gehören zu Köln wie der Dom und der Rhein, wie Kölsch und Karneval. Gepaart mit Witz und Humor verkörpern die Beiden kölsche Lebensweise und kölsche Eigenarten. In der Altstadt am südlichen Ende des Brigittengässchen stehen die lebensgroßen Bronzefiguren von Tünnes und Schäl. (Tünnes und Schäl sind die einzigen 'Kölsche Originale' die nie gelebt haben.) |
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| Es hat einen Grund warum die Knollennase vom Tünnes blankpoliert ist. Es heißt, dass alle, die seine Nase berühren, im Leben Glück haben werden -- und Glück haben wollen alle Besucher von Tünnes und Schäl. |
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Ohne dem Reiterstandbild des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. ist der Heumarkt nur halb so schön.
Neue Beine braucht das Pferd und auch der Preußenkönig ist nicht mehr der Rüstigste. Die ganze Skulptur
wird zurzeit restauriert. Solange muss man mit dem Bretterverschlag (auf dem Foto rechts) vorlieb nehmen. Der Heumarkt ist ein historischer Platz auf dem, wie der Name schon sagt, im Mittelalter mit Heu gehandelt wurde. |
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| Das Martinsviertel, zwischen Rheinufer, Alter Markt, Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke gelegen, ist der Kern der Kölner Altstadt. Im Zentrum steht die Kirche Groß St. Martin (1151-ca. 1240) mit dem gewaltigen Turm. Groß St. Martin ist das Gegenstück zum Dom und ebenfalls ein Wahrzeichen Kölns. Die im 2. Weltkrieg zerstörten schmalen Giebelhäuser sind, mehr oder weniger stilecht, wieder aufgebaut worden und prägen das Stadtbild rund um Groß St. Martin. |
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Nahe der Deutzer Brücke am Stromkilometer 688 wird für Köln der Wasserstand des Rheins gemessen. Ein Schwimmer überträgt die Höhe der Wasseroberfläche mittels eines Sensors in den oberen Bereich des Pegelhäuschens. Hier wird er elektronisch aufgezeichnet und gleichzeitig auf die außen angebrachte Pegeluhr übertragen. (Man beachte dass das Ziffernblatt in 10 Teile unterteilt ist.) Der kleine Zeiger der Pegeluhr zeigt die Meter, der große die Dezimeter des Wasserstandes an. Demnach liegt der Wasserstand bei ca. 3,12m. Das letzte größere Hochwasser in Köln war 2003 mit einem Pegelstand von 9,71 m. |
| Die vielen Gasthäuser und der Rheingarten als ufernahe Erholungszone sind vor allem bei sonnigem Wetter die große Attraktion der Altstadt. |
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| Foto unten: Der Fischmarkt in der Kölner Altstadt, im Hintergrund die Kirche Groß St. Martin. Der Turm rechts auf dem Foto gehört zum ehemaligen Stapelhaus welches im Krieg zerstört wurde. Im Nachbau des Stapelhauses befindet sich das "Haus des Kölner Handwerks". |
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| Foto unten: Das Martinsviertel von der Hohenzollernbrücke aus gesehen. |
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