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Lanzarote / Spanien |
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Etwa 800 Quadratkilometer groß ist die kanarische Insel Lanzarote und zu mehr als die Hälfte mit Lava
bedeckt. Endlose Schlacke-, Asche- und Geröllfelder prägen vor allem den Westen der Insel. Hier gibt
es so gut wie keine Vegetation. Lediglich einige Flechtenarten und ein paar Succulenten fristen
ihr Dasein. In der Inselmitte hat man durch eine besondere Bewässerungstechnik ein blühendes
Weinanbaugebiet geschaffen. Wie ein Schwamm entziehen kleine poröse Lavasteinchen dem Passatwind nachts
die Feuchtigkeit und geben diese tagsüber an die Pflanzen wieder ab. Aber auch Palmen wachsen hier wie
man im Tal der tausend Palmen im Nordwesten bei Haira sehen kann. Der auf Lanzarote geborene Cesar Manrique war Künstler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer in einer Person. Ihm ist es zu verdanken dass auf Lanzarote keine Bettenburgen oder ähnliche Auswüchse des modernen Tourismus entstanden sind. Seit 1852 ist Arrecife die Hauptstadt von Lanzarote. Sie ist mit rund 40.000 Einwohnern (etwa die Hälfte der Insel- Bevölkerung) die größte Stadt der Insel und gleichzeitig Verwaltungssitz der Regierung Lanzarotes. Foto unten: Anlegemanöver der AIDAdiva im Hafen von Arrecife. |
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| Soviel Eindrücke wie möglich wollten wir von Lanzarote mitnehmen und so haben wir uns zu einer großen Busrundfahrt über die Insel entschlossen. |
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Nach etwa 30 min Fahrt, vorbei an einer ungewohnten Landschaft, erreichen wir die
Feuerberge im Timanfaya - Nationalpark. Die Feuerberge entstanden in der Zeit von 1730 - 1736 während der letzten Eruptionphase auf Lanzarote. Riesige Lavamassen bedecken mehr als 160 qkm der Insel. Etwa 50 qkm davon mit 32 Vulkankegeln wurden zum Nationalpark erklärt. Wie eine Kraterlandschaft von einem anderen Stern wirken Teile dieser Insel. Der vulkanische Ursprung dieses beeindruckenden Eilands vor der afrikanischen Küste im Atlantik ist nicht zu übersehen. Die bizarren Formen und das Spiel der Farben der einzelnen Erdschichten der erkalteten Schlote sind ein toller Anblick. |
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Der Zugang zum Nationalpark wird durch eine Schranke gesichert. Man bezahlt Eintritt und erreicht nach
kurzer Fahrt den Aussichtshügel Islote de Hilario mit dem Restaurant El Diablo. |
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Unterhalb des Restaurants, direkt neben dem Parkplatz, wird Besuchern die nahe Erdwärme in
eindrucksvollen Versuchen demonstriert.
Den Besuchern wird eine Handvoll kleiner Lavasteinchen (aus 10 - 20 cm Tiefe) in die Hand gegeben. Was
diese nicht wissen ist, dass die Steinchen an dieser Stelle am Islote de Hilario so heiß sind,
dass sie kaum einer lange in der Hand halten kann.
Noch andere Demonstrationen über die Aktivitäten in diesem Vulkangebiet werden den staunenden Besuchern
vorgeführt. Trockenes Reisig, welches in ein 1 Meter tiefes Loch geworfen wird, fängt sofort
an zu brennen. Oder Wasser, welches man in ein 10 Meter tief versenktes Rohr schüttet, erzeugt mit
einem lauten Knall einen künstlichen Gysier. Das Restaurant del Diablo nutzt die Erdwärme aus 6 Meter Tiefe um einen Grill für die Fleischzubereitung zu betreiben. An der Grillfläche werden rund 300 Grad Celsius gemessen. |
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Nach diesen Vorführungen startete vom Islote de Hilario eine Busrundfahrt über die vierzehn Kilometer
lange Rundstrecke Routa de Los Volcanos durch die Feuerberge Montanas del Fuego.
Man fährt durch eine fast vegetationslose Vulkanlandschaft mit großen Lava- und Aschefeldern,
mit aufgerissenem Vulkankegel und eingestürzten Lavatunnel. Es ist eine bizarre, düstere und
unwirkliche Landschaft. |
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| Flechten sind die Pioniere bei der organischen Besiedlung des Lavagesteins (Foto links unten). |
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| Etwas außerhalb von Mancha Blanca steht die Kirche Ermita de los Dolores. In ihr wird die Nuestra Señora de los Dolores verehrt, die im Jahre 1736 geholfen hat das Dorf vor der Zerstörung durch glühende Lava zu bewahren. |
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Das Weinanbaugebiet La Geria auf Lanzarote (es ist das größte Anbaugebiet auf den Kanaren) erstreckt
sich zwischen den Städtchen Uga und Mozaga. Für eine kleine Weinprobe besuchten wir die älteste Bodega Lanzarotes, die Bodega La Geria. Von der Terrasse aus hat man einen weiten Blick über das Anbaugebiet bis hin zu den Feuerbergen. Für den Betrachter aus Deutschland, der die Anbaugebiete an Rhein, Ahr und Mosel kennt, wird es ein Rätsel bleiben wieso hier Wein gedeihen kann. Und doch ist es so. |
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| Trotz der Trockenheit gedeiht der Wein hier prächtig. Die Bauern setzen die Weinreben in Bodenvertiefungen, die von kleinen Mäuerchen aus Natursteinen vor dem Wind geschützt werden. Der Boden ist mit einem porösen Gesteinsgranulat (Vulkanasche, auch Picon genannt) bedeckt, der die Feuchtigkeit der Nacht einfängt, speichert und tagsüber an die Weinrebe abgibt. Angebaut wird die Malvasia-Traube, die man seinerzeit aus Kreta eingeführt hat. |
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| Haria im Tal der tausend Palmen. In Haria verbrachte der Künstler Cesar Manrique seinen Lebensabend. |
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| Das Tal der tausend Palmen. |
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| Am nördlichsten Punkt der Insel, knapp 500 Meter über dem Meeresspiegel, hat der Künstler Cesar Manrique im Jahre 1974 eine alte Festungsanlage in eine Aussichtsplattform (Mirador del Rio) umgestaltet. Direkt vor der Aussichtsplattform liegt die kleine Insel La Graciosa, die von Lanzarote nur durch die Meerenge El Rio getrennt ist. |
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Foto links unten: der Hafen von La Graciosa. Foto rechts unten: direkt unterhalb der Steilküste liegen Salinenbecken. |
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Die Jameos del Agua ist Teil eines Höhlensystems von etwa 7 km das den Vulkan Corona mit dem Meer
verbindet.
Vor mehr als 3000 - 4000 Jahren entstanden aus einem flüssigen Lavastrom der erkaltete und sich verfestigte
ein Komplex von Grotten und Höhlen. An einigen Stellen stürzten diese ein und man konnte sie betreten.
Die Jameos del Agua wurden 1966 von Cesar Manrique gestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Über eine Holztreppe betritt der Besucher eine etwa 100 Meter lange und 30 Meter breite offene Höhle. In der Mitte der Höhle befindet sich ein unterirdischer See der mit dem Meer verbunden ist. In dem See lebt eine blinde Krebsart die wie kleine weiße Kieselsteine aussehen. |
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Fotos unten: der schön gestaltete Ein- und Ausgang der Höhle. Darüber hinaus gibt es ein Restaurant, ein ebenfalls von César Manrique gestaltetes Schwimmbecken, und einen Konzertsaal. |
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Am Abend legte die AIDAdiva ab. Das Ziel war Las Palmas auf Gran Canaria. |
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