|
|
| Flensburg 'NAUTICS' |
|
100 Jahre alt ist eine bildhübsche Dame die wir im Flensburger Hafen kennen lernten. Ihr Name ist ALEXANDRA und sie
qualmte ununterbrochen vor sich hin. Die alte Dame ist der im Jahre 1908 in Hamburg gebaute und von der Hohenzollern-Prinzessin Alexandra von Glücksburg auf ihren Namen getaufte Salondampfer "ALEXANDRA". Die ALEXANDRA ist das letzte fahrbereite, seetüchtige Passagierdampfschiff Deutschlands und gehört mittlerweile, neben dem Nordertor, zu den Wahrzeichen Flensburgs. |
|
|
Auch wir wollten uns eine Fahrt auf diesem restaurierten Museumsdampfer nicht entgehen lassen, zumal
eine Windjammerparade stattfinden sollte und jede Menge große und kleine Segelschiffe die Förde bevölkerten.
So gab es nicht nur im und auf dem Schiff sondern auch außerhalb viel zu sehen. (Die Windjammerparade fand wegen absoluter Windstille nicht statt) |
|
|
| Es ist nicht selbstverständlich dass man als Passagier auf einem Schiff alle Räumlichkeiten und Einrichtungen besichtigen darf. Auf der ALEXANDRA aber ist das so. Man hat sogar den Eindruck, dass sich die Besatzung freut, wenn man mit dem Fotoapparat herumläuft und jede kleine Ecke fotografiert. Selbst das Steuerhaus darf man betreten und den Steuermann, damit man das wunderschöne große Steuerrad sieht, in die richtige Pose stellen. |
|
|
|
1975 ist die ALEXANDRA stillgelegt worden und sollte abgewrackt werden. Nur dem Einsatz engagierter Menschen ist es
zu verdanken dass dieses Schiff restauriert und wieder seetüchtig gemacht wurde. Seit 1990 darf es wieder Passagiere
befördern und auf der Förde herumschippern. Die Mannschaft, vom Kapitän bis zur hübschen Maschinistin im Maschinenraum,
ist in einem Förderverein zur Erhaltung der Alexandra zusammengeschlossen und versieht ihren Dienst unentgeltlich.
Wie man selber sehen kann - sie machen es gerne. Nicht nur von Innen, auch von Außen, ist die ALEXANDRA in einem äußerst gepflegten Zustand. Auf dem Foto unten links das Steuerhaus und rechts davon der nostalgisch gestaltete Salon. |
|
|
| Die ALEXANDRA ist nicht nur ein See- sondern auch ein Sehschiff. Aus diesem Grund sind auf dem Passagierdeck, rings um das Schiff herum, Sitze angebracht von denen aus, auch bei schlechtem Wetter, man das Geschehen draußen beobachten kann. |
|
| Mühsam muss man sich eine Leiter hinunter hangeln um in den Maschinenraum zu gelangen. Aber dann hat man Nostalgie pur. Ein penibel gepflegter Maschinenraum wird von 4 - 5 Maschinist-en (-innen) betreut und gewartet. Es ist sehr warm und die Luft riecht nach Öl. Obwohl immer geputzt wird - überall klebt Öl. |
|
|
| Es ist für eine Landratte aus dem Rheinland schon ein besonderes Erlebnis eine hundertjährige Schiffsdampfmaschine hautnah in Betrieb zu sehen. Man weiß zwar nicht genau warum sich ringsum alles bewegt aber das Ziel ist wohl die Dampfkraft auf die Schiffswelle zu bringen. Der junge Mann (Foto oben links) auf dem schwarzen Kasten sitzt drauf. |
|
|
|
| In der Förde herrschte die totale Windstille. Trotzdem sind viele der Segelschiffe hinausgefahren und haben ihre Segel gesetzt. Fortbewegen konnten sie sich aber nur mit Hilfe eines Dieselmotors, was der ganzen Sache aber überhaupt nicht schadete. Ganz im Gegenteil. Man konnte die Schiffe von der ALEXANDRA aus in aller Ruhe betrachten und fotografieren. |
|
| Das schönste und imposanteste Schiff auf der Förde war Heute unbestritten der Dreimastclipper STAD AMSTERDAM. |
|
| Das Schiff wurde im Jahr 2000 in Dienst gestellt und fährt unter niederländischer Flagge. Es hat eine Länge über alles von 76 m, ist 10,5 m breit und hat eine Höhe von 46 m. Weiterhin hat es 29 Segel mit einer Segelfläche von 2.200 qm. |
|
|
| Das heute wohl bekannteste deutsche Segelschiff, die GORCH FOCK (Foto unten), ist vor genau 50 Jahren vom Stapel gelaufen. Seitdem ist der Name GORCH FOCK für viele das Synonym für ein großes Segelschiff. Der Name stammt von dem Dichter Johann Kienau der unter dem Pseudonym Gorch Fock Geschichten in Hamburger Platt verfasste. Die GORCH FOCK ist ein Segelschulschiff der deutschen Bundesmarine auf dem angehende Offiziere und Unteroffiziere der Marineschule Mürwik in Flensburg-Mürwik ausgebildet werden. |
|
| Leider lag die GORCH FOCK während unserer Rundfahrt auf der Förde, fest vertäut, am Ostufer des Flensburger Hafens. Hier war OPEN SHIP angesagt und Hunderte von Schaulustigen drängten sich auf dem Schiff. Eine lange Schlange von Schaulustigen wartete am Kai geduldig darauf auch das Oberdeck betreten und das Schiff besichtigen zu können. |
|
|
| Der Albatros ist die sechste Galionsfigur am Bug der GORCH FOCK. Alle anderen sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. |
|
| Im engen Flensburger Hafen ist es nicht einfach ein so großes Schiff wie die Brigg MERCEDES zu drehen und in die richtige Position zu bringen. |
|
| Die Brigg MERCEDES fährt unter der niederländischen Flagge. Sie ist 50 m lang und 7,60 m breit. Sie hat 2 Masten von 35 m Höhe mit einer Segelfläche von 900 qm verteilt auf 18 Segel. Der Heimathafen ist Amsterdam. |
|
| Die MERCEDES in der Flensburger Förde. |
|
|
|
|
Foto unten: der Dreimast-Gaffelschoner SUNTHORICE. 1902 wurde das Schiff gebaut und in der deutschen Bucht als schwimmendes Seezeichen eingesetzt. 1978 wurde es Außerdienst gestellt und 1990 von den heutigen Eignern überholt und in Sunthorice umbenannt. |
|
| Die Länge des Schiffes beträgt 58 m, die Breite 8 m und die Segelfläche 800 qm. |
|
|
|
Im Jahr 1930 wurde die CAPITAN MIRANDA auf einer spanischen Werft gebaut und 1977 zum Segelschulschiff für
den Offiziersnachwuchs der Marine von Uruguay umgebaut. Seitdem fährt sie unter der Flagge Uruguays. Die Länge des Schiffes beträgt 55 m, die Breite 8,50 m und die Segelfläche 890 qm. |
|
|
| Die HENDRICA BARTELDS ist ein Dreimasttopsegelschoner der 1917 als Fischlogger gebaut wurde und viele Jahre in der Nordsee eingesetzt war. Heute ist es ein Ausflugsschiff auf dem man Tages- oder Mehrtagesreisen mit unterschiedlichsten Seerouten buchen kann. |
|
| 48 m lang und 6,60 m breit ist die HENDRICA BARTELDS. Die Masthöhe beträgt 32 m und die Segelfläche 645 qm. Die Hendrika Bartelds fährt unter der niederländischen Flagge. |
|
|
|
| Ein schönes Schiff ist der Dreimast Topsegelschoner SWAENSBORGH der seit 1907 auf der Nord und Ostsee fährt. Ursprünglich ein Frachtschiff wurde es 1990 für Passagierfahrten umgebaut. Die Länge des Schiffes beträgt 49 m, die Breite knapp 6 m und die Segelfläche 500 qm. Das Schiff fährt unter niederländischer Flagge. |
|
| Die Dreimast Barkentine ANTIGUA wurde 1957 gebaut und für die Fischerei eingesetzt. 1995 wurde das Schiff für Passagierfahrten restauriert und umgebaut. Es zählt zu den schönsten Windjammern und fährt unter niederländischer Flagge. |
|
|
|
| Die ARTEMIS wurde 1926 als Schiff für den Walfang gebaut. In den fünfziger Jahren dann zu einem Frachtschiff und 2001 zu einem komfortablen, wunderschönen Passagiersegler umgebaut. |
|
|
|
|