Brasilien

Reise April 2000       Copyright 2000 W.Messerschmidt

Brasilien ist das größte Land Südamerikas, der fünftgrößte Staat der Welt, und es ist 24-mal größer als Deutschland. Die Staatsform ist eine präsidiale Bundesrepublik und umfaßt 26 Bundesstaaten. Brasilien verfügt über enorme Bodenschätze wie z.B. Eisen, Mangan, Nickel, Blei, Chrom und Gold. Gefördert werden auch Edelsteine wie Diamanten, Topase, Smaragde und Aquamarine, um nur einiges zu nennen. Brasilien gehört wirtschaftlich zu den reichsten Ländern der Welt. Aber trotz allem Reichtum: der Lebensstandard der Bevölkerung reicht von bettelarm bis superreich, wobei der Anteil der Armen bei weitem überwiegt. Diese Armut ist vor allem sichtbar in den Pavelas (Slums), die sich an den Rändern der Großstädte angesiedelt haben. Hier wohnen die Ärmsten der Armen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und entsprechend auch die Kriminalität. Die Landbevölkerung ist bettelarm und hoffnungslos der Willkür von Großgrundbesitzern ausgeliefert. Diese Menschen versuchen durch Flucht in die Städte eine bessere Lebensgrundlage zu finden. Was aber nicht gelingt und in den Pavelas endet. Rund 80% der Brasilianer leben hauptsächlich in den Städten.
Die Kunst aus allen Widrigkeiten des Alltags das Beste zu machen haben die Brasilianer im Laufe der Jahrhunderte gelernt. Gesunder Menschenverstand und die legere Lebensart helfen ihnen sich durchs Leben zu schlagen.
Und dann ist da noch der Carnaval. Er ist Ausdruck unbändiger Lebensfreude. Die Carnavalshochburgen Rio, Salvador und Olinda versinken in einem Meer aus Farben und Musik. Vier Tage lang werden aus einfachen Männern grell geschminkten Machos. Aus Pavelamädchen und Frauen werden wunderschöne Märchenfeen. Vier Tage lang gibt es keine gesellschaftlichen Unterschiede.
Aber - danach ist wieder alles beim Alten und man freut sich auf das nächste Jahr.




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